Die Höllentalbahn
Die Höllentalbahn ist eine der spektakulärsten und steilsten Bahnstrecken Deutschlands, die sich durch den Schwarzwald schlängelt und eine eindrucksvolle Kulisse bietet. Die Strecke verbindet Freiburg im Breisgau mit Donaueschingen und führt über insgesamt etwa 73 Kilometer durch malerische Landschaften, tiefe Täler und über hohe Viadukte.
Fahrpläne:
S 1 / S 10 / S 11
Breisach – Gottenheim – Freiburg – Kirchzarten – Titisee – Seebrugg
Endingen – Gottenheim – Freiburg – Kirchzarten – Titisee – Neustadt – Donaueschingen – Villingen
Fahrweg:
Die Höllentalbahn beginnt in Freiburg (Breisgau) Hbf und führt zunächst durch das flache Umland bis Kirchzarten. Ab hier steigt die Strecke merklich an, und es beginnt der Abschnitt durch das namensgebende Höllental. Die Bahn durchquert enge Kurven, fährt entlang steiler Felswände und überwindet eine Steigung von bis zu 5,5 %, was sie zu einer der steilsten Adhäsionsbahnen in Deutschland macht. Die Strecke führt vorbei am malerischen Titisee, einem beliebten Ausflugsziel, und erreicht schließlich die höchstgelegene Station auf der Strecke: den Bahnhof Hinterzarten.
Von Hinterzarten aus geht es weiter durch das idyllische Hochplateau, vorbei an der Ravennaschlucht und dem berühmten Viadukt. Schließlich erreicht die Bahn Neustadt (Schwarzwald), bevor die Strecke weiter nach Donaueschingen führt, wo die Donau ihren Ursprung hat.
Am Bahnhof Titisee zweigt die Dreiseenbahn von der Höllentalbahn ab. Diese Bahnlinie führt über den Feldberg und den Schluchsee bis nach Seebrugg.
Haltestellen:
- Freiburg (Breisgau) Hbf
- Freiburg-Wiehre
- Freiburg-Littenweiler
- Kirchzarten
- Himmelreich
- Hinterzarten
- Titisee
- -> Zur Dreiseenbahn
- Neustadt (Schwarzwald)
- Rötenbach (Baden)
- Löffingen
- Bachheim
- Unadingen
- Döggingen
- Hüfingen Mitte
- Donaueschingen
- Villingen (Schwarzwald)
Fahrzeuge:
Auf der Höllentalbahn verkehren vor allem moderne Regionalzüge der Baureihe 1440 (Alstom Coradia Continental), die speziell für die Anforderungen der steilen Strecke ausgelegt sind. Diese Züge bieten eine komfortable Fahrt und großartige Ausblicke auf die Umgebung durch große Panoramafenster. Sie verbinden Freiburg mit Titisee, Hinterzarten und Neustadt, mit Verlängerungen bis nach Donaueschingen. Für Reisende bieten die Züge nicht nur eine praktische Verbindung, sondern auch eine der schönsten Bahnfahrten durch den Schwarzwald.
Sehenswürdigkeiten:
Schwarzwaldstadt Freiburg: Die Höllentalbahn startet in Freiburg, einer der schönsten Städte Süddeutschlands, bekannt für ihre historische Altstadt, den beeindruckenden Freiburger Münster und die gemütlichen Bächle (kleine Wasserkanäle in der Altstadt). Die Stadt ist ein beliebtes Ziel für Touristen und bietet zahlreiche Museen und Cafés.
Kirchzarten und Dreisamtal: Kurz nach Freiburg erreicht die Bahn Kirchzarten, das Dreisamtal und die umliegenden Schwarzwaldberge. Das Dreisamtal lädt mit seinen Wander- und Radwegen zu Outdoor-Aktivitäten ein und bietet einen malerischen Blick auf den Schwarzwald.
Ravennaschlucht und Viadukt: In der Nähe von Hinterzarten liegt die Ravennaschlucht, eine beeindruckende Schlucht, durch die der Ravenna-Bach fließt. Das dazugehörige Viadukt ist eine technische Meisterleistung und überquert die Schlucht in schwindelerregender Höhe. Besonders in der Weihnachtszeit ist der Weihnachtsmarkt unter dem Viadukt ein Highlight.
Titisee: Die Bahn führt direkt am Titisee vorbei, einem der bekanntesten Seen im Schwarzwald. Der Titisee ist ein beliebtes Ziel für Wassersport, Bootsfahrten und Spaziergänge entlang des Ufers. Die Aussicht auf den See und die umliegenden Berge ist spektakulär und bietet eine willkommene Pause für Reisende.
Hinterzarten: Dieser Kurort ist nicht nur ein wichtiger Halt auf der Strecke, sondern auch Ausgangspunkt für Wanderungen, z.B. zur berühmten Adler-Skisprungschanze. Hinterzarten ist bekannt für seine klare Luft und die schöne Schwarzwaldkulisse, die sich bestens zum Entspannen und Erholen eignet.
Neustadt (Schwarzwald): Weiter entlang der Strecke erreicht die Bahn Neustadt, das mit seiner barocken Stadtkirche und traditionellen Schwarzwaldhäusern eine charmante Atmosphäre bietet. Von hier aus sind es nur kurze Wege zu weiteren Wanderwegen und Aussichtspunkten im Hochschwarzwald.
Donaueschingen: Der Endpunkt der Strecke ist Donaueschingen, die Stadt am Ursprung der Donau. Hier kann man die Donauquelle im Schlosspark besichtigen, die als einer der Quellflüsse des längsten Stroms Europas gilt. Die Stadt bietet zudem historische Bauten wie das Fürstlich Fürstenbergische Schloss und das Donaueschinger Schlossparkmuseum.
- Der Hirschsprung: Dieser markante Felsvorsprung liegt im engen Höllental und hat eine spannende Legende, die sich um einen Hirsch rankt. Der Legende nach soll ein Hirsch an dieser engen Stelle über die Schlucht gesprungen sein, um einem Jäger zu entkommen. Zur Erinnerung daran wurde ein steinernes Hirschdenkmal aufgestellt, das heute direkt an der Bahnstrecke steht. Der Hirschsprung ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch ein symbolträchtiger Ort, der die Natur und Geschichte des Höllentals vereint. Die Höllentalbahn passiert diese enge Stelle und ermöglicht einen beeindruckenden Blick auf die steilen Felswände und das Tal. Gerade dieser Abschnitt verdeutlicht die Herausforderungen, die der Bau der Bahnstrecke in dieser steilen und wilden Landschaft mit sich brachte.
Ob für einen Tagesausflug oder eine Fahrt durch die abwechslungsreiche Natur des Schwarzwaldes – die Höllentalbahn ist eine Reise wert und bietet eine einzigartige Kombination aus Technik und Naturerlebnis.